Veranstaltungen im Oktober/November 2020 :: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Veranstaltungen im Oktober/November 2020

Donnerstag, 15.10.2020, 19.30 Uhr
Altes Rathaus, 37073 Göttingen

Paul Celan — Atemwende und Herzzeit Briefe. Ein Dialog durch die Zeit.

Konzert und Lesung

Aufgrund der begrenzten Anzahl von Sitz­plätzen ist eine Anmeldung erforderlich:
info@gcjz-goettingen.de
Tel: 0551 - 205 47 46

Veranstaltet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammen­arbeit e.V.

Die konzertante Lesung lässt Paul Celans Gedichte, musikalische Inter­pretationen seiner Poesie und „Herz­zeit“, eine Auswahl der Briefe von Paul Celan und Inge­borg Bach­mann, in einem Arrangement erklingen. „Ein Dialog durch die Zeit“ sind die Lyrics von Daniel Anderson. Mit dem Gedicht „Gegen­ausschwitz (Paul Celans Todes­fuge 2014)“ werden die Gedanken zur „Todes­fuge“ aufgenommen und mit unseren heutigen Reflexionen in Denken, Wissen und Fühlen weiter­geführt. Die Komposition „Atem­wende“ von Bojan Vuletic wurde am 18. Juni 2011 in New York urauf­geführt.

Fällt aus Freitag, 6.11.2020, 14.00 Uhr
KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58, Moringen

Pandemiebedingt muss diese Veranstaltung leider abgesagt werden

Führung zur jüdischen Geschichte Moringens

Mit Uwe Reinecke

Männliche Teilnehmer werden gebeten, für den Besuch des jüdischen Friedhofs eine Kopf­bedeckung mit­zunehmen.

Veranstaltet von der KZ-Gedenk­stätte Moringen

Bereits 1938 existierte in Moringen keine jüdische Gemeinde mehr. Zahl­reiche Gebäude erzählen vom jüdischen Leben; nach der ersten urkundlichen Erwähnung (1577) war es ein reich­haltiger Bestand­teil der städtischen Gemein­schaft. Mit der NS-Zeit fand dieser Teil des Moringer Alltags ein jähes Ende. Der historische Rundgang beginnt am Ort der 1971 abgerissenen Schule. Weitere Stationen sind Wohn- und Geschäfts­häuser ehemaliger jüdischer Bürger und die 1838 errichtete Synagoge. Der zwei­stündige Rundgang endet am jüdischen Friedhof.

Fällt aus Samstag, 7.11.2020, 15.00 Uhr
KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58, Moringen
Alternativtermine: 5.12.2020, 12.12.2020, 27.01.2021 und 30.01.2021

Pandemiebedingt muss diese Veranstaltung leider abgesagt werden

Führung zu den Moringer Konzentrations­lagern — Schwer­punkt Jugend-KZ

Veranstaltet von der KZ-Gedenk­stätte Moringen

Anfang April 1933 wurde in Moringen eines der ersten KZ des NS-Staates errichtet. Von Oktober 1933 bis März 1938 existierte ein Frauen-KZ. Inhaftiert waren Frauen aus dem politischen Wider­stand, aber auch Zeuginnen Jehovas. Von 1940 bis 1945 bestand in Moringen ein Jugend-KZ. Sozial, „rassisch", religiös oder politisch verfolgte männliche Jugend­liche waren hier SS-Terror, Zwangs­arbeit, Hunger und drakonischen „Erziehungs­methoden" ausgesetzt.

Montag, 09.11.2020, 18.00 Uhr
Online – Zur Aufzeichnung
Die Gedenkstunde fand in diesem Jahr als Online-Gedenken statt.
Zur Aufzeichnung

Gedenkstunde am Mahnmal
Familie Nussbaum: Leben in Göttingen — Flucht vor Ausgrenzung und Verfolgung — weiter leben im Exil und in der Göttinger Erinnerung

Veranstaltet wird die Gedenk­stunde von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammen­arbeit e.V. und der Stadt Göttingen

Die diesjährige Veranstaltung zum Gedenken an den Brand der Synagoge während der Reichs­pogromnacht vom 9./10.11.1938 wird gestaltet von Schülerinnen und Schülern des Max-Planck-Gymnasiums mit ihrer Lehrerin Frauke Bury. Gemeinsam haben sie Recherchen zu der Göttinger Familie Nuss­baum unternommen. Ihre Ergebnisse zu Leben, Flucht und Weiter­leben der Familie­nmitglieder werden die Jugend­lichen zur 82. Wieder­kehr des Datums der Reichs­pogromn­acht vortragen. Die musikalische Gestaltung erfolgt durch das Geschwister­paar Anna und Andreas Dobbel­stein, ebenfalls vom MPG. Den Abschluss bildet das Kaddisch, das jüdische Trauer­gebet.

Diese Veranstaltung wurde aufgezeichnet:


Montag, 09.11. 2020, 19.30 Uhr
Online – Zur Aufzeichnung
Diese Veranstaltung wurde aufgezeichnet.

Lange Nacht der Erinnerung

mit Michael Fürst

Veranstaltet vom Jüdischen Lehrhaus und der Jüdischen Kultus­gemeinde Göttingen

Gespräch mit Michael Fürst, dem Präsident des Landes­verbandes der jüdischen Gemeinden in Nieder­sachsen

Diese Veranstaltung wurde aufgezeichnet:
Ein Mitschnitt der 100-minütigen Veranstaltung kann auf der Internetseite des Jüdischen Lehrhauses heruntergeladen oder hier per Direktlink angesehen werden.

Fällt aus Freitag, 13.11.2020, 15.00 Uhr
KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58, Moringen
Alternativtermine: 5.12.2020, 12.12.2020, 27.01.2021 und 30.01.2021

Pandemiebedingt muss diese Veranstaltung leider abgesagt werden

Führung zu den Moringer Konzentrations­lagern — Schwer­punkt Jugend-KZ

Veranstaltet von der KZ-Gedenk­stätte Moringen

Anfang April 1933 wurde in Moringen eines der ersten KZ des NS-Staates errichtet. Von Oktober 1933 bis März 1938 existierte ein Frauen-KZ. Inhaftiert waren Frauen aus dem politischen Wider­stand, aber auch Zeuginnen Jehovas. Von 1940 bis 1945 bestand in Moringen ein Jugend-KZ. Sozial, „rassisch", religiös oder politisch verfolgte männliche Jugend­liche waren hier SS-Terror, Zwangs­arbeit, Hunger und drakonischen „Erziehungs­methoden" ausgesetzt.

Fällt aus Sonntag, 15.11.2020, 15.00 Uhr
Göttingen (Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben)

Pandemiebedingt muss diese Veranstaltung leider abgesagt werden

Von der Konditorei zur Messtechnik. NS-Zwangs­arbeit in Göttingen.

Ein Stad­trundgang mit Lisa Grow (Geschichts­werkstatt Göttingen) und Günther Siedbürger, Ausstellungs­kurator*innen „Auf der Spur europäischer Zwangs­arbeit…“

Veranstaltet von der Geschichts­werkstatt Göttingen e.V. und der Dauer­ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangs­arbeit. Süd­nieder­sachsen 1939-1945“

Zwangsarbeit war das nationalsozialistische Verbrechen, das die größte Anzahl an Menschen traf. Zur Arbeit gezwungene Männer, Frauen und Kinder aus den von der Wehrmacht besetzten Gebieten mussten in fast jedem denkbaren Wirtschaftsbereich arbeiten. Sie prägten das tägliche Bild in der Stadt Göttingen. Ohne sie wäre die deutsche Wirtschaft zusammengebrochen. Viele deutsche Betriebe haben vom Einsatz ausländischer Zwangsarbeiter*innen wirtschaftlich profitiert. Dieser Rundgang informiert über Zwangsarbeiter*innen in Göttinger Kleinbetrieben, kirchlichen Einrichtungen, Privathaushalten und Eisenbahnbetrieben, sowie über Unterkünfte und Lager.

Cancelled Freitag, 20.11.2020, 15.00 Uhr
Göttingen (meeting point announced upon registration)

Due to the pandemic this event unfortunately has to be cancelled

Slave Labor in the City. Göttingen under National Socialism (in English language)

A city tour with Lisa Grow (History Workshop Göttingen) and Günther Siedbürger, exhibition curators „Auf der Spur europäischer Zwangs­arbeit…“

Organised by the Geschichts­werkstatt Göttingen e.V. and the permanent exhibition „Auf der Spur europäischer Zwangs­arbeit. Süd­nieder­sachsen 1939-1945“

Forced labour was the National Socialist crime affecting the largest number of people. Men, women and children transported from territories occupied by the German army were forced to work in nearly every economic sector. Companies profited enormously from their labor, and without it, the German economy would have collapsed well before 1945. In Göttingen, civilian forced laborers were present everywhere. This tour focuses on everyday lives of forced laborers: their toils in local shops, domestic households, churches and railroad companies and their struggles to survive and defy their perilous living conditions.

Verlegt Dienstag, 24.11.2020, 19.30 Uhr
Gemeindesaal der Ev.-reformierten Gemeinde, Untere Karspüle 11, 37073 Göttingen
Alternativtermin: Dienstag 8.12.2020

Mod Helmy — Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete

Lesung und Diskussion mit Igal Avidan (Journalist)

Veranstaltet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammen­arbeit e.V.


Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den National­sozialisten als »Nichtarier« diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intim­freund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicher­heit zu bringen. Der Journalist Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnet seine einzig­artige Geschichte nach.

Fällt aus Mittwoch, 25.11. 2020, 15.00 Uhr
Göttingen (Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben)

Pandemiebedingt muss diese Veranstaltung leider abgesagt werden

Die Rolle der Hebammen im National­sozialismus in Göttingen

Ein Stadt­teil­rundgang mit Cornelia Krapp, Geschichts­werkstatt Göttingen

Veranstaltet von der Geschichts­werkstatt Göttingen e.V. und der Dauer­ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangs­arbeit. Süd­nieder­sachsen 1939-1945“

Über das Gelände des alten Universitäts­klinikums möchte die Geschichts­werkstatt die Göttinger Medizin­geschichte mit Blick auf die Rolle von Hebammen in der NS-Zeit vermitteln. Stationen des Rundgangs werden u. a. die Ausbildung zur Hebamme, Zwangs­sterili­sationen in der Frauen­klinik, sowie Zwangs­arbeiter*innen als Patient*innen und Personal im Klinikum sein.

Fällt aus Freitag, 27.11.2020, 15.00 Uhr
KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58, Moringen
Alternativtermine: 5.12.2020, 12.12.2020, 27.01.2021 und 30.01.2021

Pandemiebedingt muss diese Veranstaltung leider abgesagt werden

Führung zu den Moringer Konzentrations­lagern — Schwer­punkt Jugend-KZ

Veranstaltet von der KZ-Gedenk­stätte Moringen

Anfang April 1933 wurde in Moringen eines der ersten KZ des NS-Staates errichtet. Von Oktober 1933 bis März 1938 existierte ein Frauen-KZ. Inhaftiert waren Frauen aus dem politischen Wider­stand, aber auch Zeuginnen Jehovas. Von 1940 bis 1945 bestand in Moringen ein Jugend-KZ. Sozial, „rassisch", religiös oder politisch verfolgte männliche Jugend­liche waren hier SS-Terror, Zwangs­arbeit, Hunger und drakonischen „Erziehungs­methoden" ausgesetzt.