Veranstaltungen im Dezember 2020 :: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Veranstaltungen im Dezember 2020

Freitag, 04.12.2020, 19.00 Uhr
Online (in English language, info and link femko.blackblogs.org)

Mostar's Hurqalya — The (Un)Forgotten City (english)

Buchvorstellung und Diskussion über Kunst und Aktivismus in Mostar (Bosnien und Herzegowina).

Veranstaltet von [femko]


Aus der Perspektive von Aktivist*innen um den lokalen Partisan*innen-Friedhof in Mostar soll ein Blick auf Diskurse des Erinnerns in Europa gerichtet werden. Welchen Platz nehmen Jugoslawiens anti­faschistische und sozialistische Erfahrungen dabei ein? Diese und weitere Fragen können mit den Aktivist*innen Aida Murtić und Marko Barišić diskutiert werden.
Sie stellen uns ihr Buch sowie die Initiative zu dem Gedenken an den anti­faschistischen Wider­stand der Partisan*innen in Mostar vor.

Samstag, 5.12.2020, 15.00 Uhr (Wiederholungen am 12.12.2020, 27.01.2021, 30.01.2021)
KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58, Moringen

Führung zu den Moringer Konzentrations­lagern — Schwerpunkt Jugend-KZ

Aufgrund der begrenzten Teil­nehmer*innen­zahl ist eine Anmeldung erforder­lich:
info@gedenkstaette-moringen.de
Tel: 05554 - 25 20

Veranstaltet von der KZ-Gedenk­stätte Moringen

Anfang April 1933 wurde in Moringen eines der ersten KZ des NS-Staates errichtet. Von Oktober 1933 bis März 1938 existierte ein Frauen-KZ. Inhaftiert waren Frauen aus dem politischen Wider­stand, aber auch Zeuginnen Jehovas. Von 1940 bis 1945 bestand in Moringen ein Jugend-KZ. Sozial, „rassisch", religiös oder politisch verfolgte männliche Jugend­liche waren hier SS-Terror, Zwangs­arbeit, Hunger und drakonischen „Erziehungs­methoden" ausgesetzt.

Samstag, 05.12.2020, 18 Uhr (Wieder­holung: Freitag, 25.12.2020, 18 Uhr)
Im Stadtradio Göttingen und nach den genannten Sendeterminen an dieser Stelle zum Nachhören

Weiblicher Widerstand gegen das NS-Regime — Anti­faschistinnen der NS-Zeit in Sachsen

Veranstaltet von f_act

Im Gespräch wird ein Über­blick über den Wider­stand gegen den National­sozialismus in Sachsen vermittelt bzw. auf bestehende Forschungs­lücken aufmerksam gemacht. Repräsentanz von Frauen in den später wider­ständigen Milieus vor 1933 und der Rolle von Frauen im Wider­stand werden ebenso thematisiert wie Faktoren ihrer weit­gehenden Unsichtbar­machung.
Wolf Meyer vom Educat-Kollektiv arbeitet seit Jahren zu National­sozialismus und Wider­stand in der Region, sowohl in der Archiv-Recherche als auch als Guide im Elbsandstein­gebirge.

Dienstag, 8.12.2020, 19.30 Uhr
Gemeindesaal der Ev.-reformierten Gemeinde, Untere Karspüle 11, 37073 Göttingen

Mod Helmy — Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete

Lesung und Diskussion mit Igal Avidan (Journalist)

Veranstaltet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammen­arbeit e.V.


Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den National­sozialisten als »Nichtarier« diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intim­freund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicher­heit zu bringen. Der Journalist Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnet seine einzig­artige Geschichte nach.

Samstag, 12.12.2020, 15.00 Uhr (Wiederholungen am 27.01.2021, 30.01.2021)
KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58, Moringen

Führung zu den Moringer Konzentrations­lagern — Schwerpunkt Jugend-KZ

Aufgrund der begrenzten Teil­nehmer*innen­zahl ist eine Anmeldung erforder­lich:
info@gedenkstaette-moringen.de
Tel: 05554 - 25 20

Veranstaltet von der KZ-Gedenk­stätte Moringen

Anfang April 1933 wurde in Moringen eines der ersten KZ des NS-Staates errichtet. Von Oktober 1933 bis März 1938 existierte ein Frauen-KZ. Inhaftiert waren Frauen aus dem politischen Wider­stand, aber auch Zeuginnen Jehovas. Von 1940 bis 1945 bestand in Moringen ein Jugend-KZ. Sozial, „rassisch", religiös oder politisch verfolgte männliche Jugend­liche waren hier SS-Terror, Zwangs­arbeit, Hunger und drakonischen „Erziehungs­methoden" ausgesetzt.

Dienstag, 15.12.2020, 18.00 Uhr
Gemeindesaal der St. Michael Gemeinde, Turmstr. 6, Göttingen Falls es die Pandemiesituation erfordert wird diese Veranstaltung online durchgeführt. In diesem Fall wird der Link nach Anmeldung bekannt gegeben.

Sartorius im Nationalsozialismus

Buchvorstellung mit Dr. Manfred Grieger

Aufgrund der begrenzten Teil­nehmer*innen­zahl ist eine Anmeldung erforder­lich:
goettingen@bw-verdi.de
Tel: 0551 - 47 188

Veranstaltet von: Bildungswerk ver.di, Region Göttingen

Der Sartorius-Konzern ist heute ein führender Partner der bio­pharma­zeutischen Forschung und Industrie und wurde 1870 von Florenz Sartorius als fein­mechanische Werk­statt gegründet. Dr. Manfred Grieger, Honorar­professor an der Georg-August-Universität, hat erstmals die Unter­nehmens- und Unter­nehmer­tätigkeit bei Sartorius in der Zeit des National­sozialismus untersucht. In seinem Buch stellt er den Über­gang des Unter­nehmens in die NS-Diktatur, die sich in der Kriegs­wirtschaft verändernde Rolle des Unter­nehmens und die zunehmende Bedeutung der bei Sartorius für die Rüstungs­wirtschaft gefertigten Produkte vor. Der Autor geht auch auf den Einsatz von Zwangs­arbeitern ein und beschäftigt sich mit den Ent­nazifizierungs­verfahren des Leitungs­personals, die ein exem­plarisches Licht auf die individuelle Vergangenheits­bewältigung öko­nomischer Eliten werfen.

Mittwoch, 16.12.2020, 19.00 Uhr
Online (Infos unter www.ran.eu.com)

Das Leid der Roma in Jugoslawien während des Holocaust

Veranstaltet von Roma Center e.V.

Mit der Bombardierung Belgrads im April 1941 und der anschließenden Besetzung und Aufteilung Jugoslawiens durch die Deutschen und ihre Verbündeten begann die Verfolgung der Roma. Einer der wenigen Historiker, die sich damit grund­legend auseinander gesetzt haben, ist Milovan Pisarri. Das Roma Center spricht mit ihm über die Geschichte des Genozids (Porajmos) gegen Roma in Jugoslawien — ein kaum bekanntes und von der Forschung weit­gehend ignoriertes Thema.
Die Veranstaltung findet am Jahrestag des Auschwitz-Erlasses statt, der 1942 die reichsweite Erfassung und Deportation der Roma und Sinti in das Vernichtungs­lager anordnete.

Freitag, 25.12.2020, 18 Uhr (Wieder­holung vom 05.12.2020)
Im Stadtradio Göttingen und nach den genannten Sendeterminen an dieser Stelle zum Nachhören

Weiblicher Widerstand gegen das NS Regime — Anti­faschistinnen der NS Zeit in Sachsen

Veranstaltet von f_act

Im Gespräch wird ein Über­blick über den Wider­stand gegen den National­sozialismus in Sachsen vermittelt bzw. auf bestehende Forschungs­lücken aufmerksam gemacht. Repräsentanz von Frauen in den später wider­ständigen Milieus vor 1933 und der Rolle von Frauen im Wider­stand werden ebenso thematisiert wie Faktoren ihrer weit­gehenden Unsichtbar­machung.
Wolf Meyer vom Educat-Kollektiv arbeitet seit Jahren zu National­sozialismus und Wider­stand in der Region, sowohl in der Archiv-Recherche als auch als Guide im Elbsandstein­gebirge.