Einleitung :: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Gedenken an die Opfer des National­sozialismus

Eine Veranstaltungs­reihe in Göttingen vom 15. Oktober 2020 bis 30. Januar 2021

Aktuelles Leider kann fast keine der geplanten Veranstaltungen in der vorgesehenen Weise stattfinden.

Die zentrale Abschlussveranstaltung der Reihe am 27. Januar 2021 wird als aufgezeichnetes Interview auf dem facebook-Kanal des Roma Antidiscrimination Networks übertragen. Die jüdischen Musiker Daniel Kempin (Gesang und Gitarre) und Dimitry Reznik (Violine) werden das Filminterview live umrahmen.

Die Gedenk­stunde am 9. November am Mahnmal der Synagoge wurde als Online-Gedenken aufgezeichnet und kann weiterhin auf der Webseite der Stadt Göttingen angeschaut werden.

Diese Veranstaltungs­reihe ist dem Gedenken an die Opfer des National­sozialismus gewidmet. Sie dürfen nicht vergessen werden.

In den Konzentrationslagern bündelte sich die national­sozialistische Politik der Verfolgung, Entrechtung, Entwürdigung und systematischen Ermordung von Millionen Menschen. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrations­lager Auschwitz. Dieser Tag wurde zum Symbol für eine wachsame Erinnerung an die national­sozialistischen Verbrechen. Seit dem Jahr 1996 ist der 27. Januar in Deutschland offizieller „Tag des Gedenkens an die Opfer des National­sozialismus“.

Gedenken braucht mehr als einen isolierten, staatlichen Gedenktag. Darum betten wir mit unserer Veranstaltungs­reihe den Tag der Befreiung von Auschwitz in seinen historisch-politischen Zusammenhang ein. Die Eckdaten 9. November (Pogrom­nacht 1938) und 30. Januar (Ernennung Hitlers zum Kanzler 1933) sollen an Schuld und Verantwortung der Deutschen erinnern.

Gedenken braucht einen Standpunkt. Wir müssen feststellen, dass bei der Erinnerung an die Zeit des National­sozialismus heute vor allem wieder die deutschen Opfer etwa von Bombenkrieg oder Vertreibungen in den Vorder­grund gerückt werden. Wir, die VeranstalterInnen dieser Reihe, treten solcher und anderer Relativierung entgegen. Wir möchten Zeichen setzen: Gegen Gleich­gültigkeit und Vergessen. Gegen die Verharm­losung deutscher Schuld und Verant­wortung. Gegen das Fort­bestehen rechter Ideologie und rechts­extremer Aktivitäten in Alltag und Gesellschaft.

Erinnerung braucht Wissen. In dieser Reihe wird in öffentlichen Veranstaltungen der Opfer gedacht und durch Vorträge, Lesungen, Begegnungen mit ZeitzeugInnen, Diskussionsrunden, Theater- und Film­vorführungen, Konzerte, historische Stadt­rundgänge und Führungen in KZ-Gedenk­stätten eine kritische Auseinander­setzung mit der Zeit des National­sozialismus geführt.

Die Reihe wird organisiert von einem Bündnis, zu dem sich verschiedenste gesellschaftliche Initiativen und Einrichtungen zusammen­geschlossen haben.

Nähere Informationen erhalten Sie auch beim DGB Süd­nieder­sachsen/Harz unter der Nummer 0551 / 44097.


Flyer Gedenken an die Opfer des National­sozialismus
Der Flyer der Veranstaltungsreihe kann hier heruntergeladen werden.